Clever in Sonne
und Schatten
Clever in Sonne und Schatten
Prävention von Anfang an Mit dem „SonnenschutzClown“ in der Kita und den „Sonnen-Checkern“ in der Grundschule
Die Sonne ist lebenswichtig – sie hebt die Stimmung, fördert die Bildung von Vitamin D und lädt Kinder zum Spielen im Freien ein. Gleichzeitig kann zu viel UV-Strahlung bereits in jungen Jahren die Haut schädigen und das Risiko für spätere Hauterkrankungen erhöhen. Umso wichtiger ist es, Kinder frühzeitig für einen sicheren Umgang mit der Sonne zu sensibilisieren.
Mit den Programmen „Clever in Sonne und Schatten für Kitas“ und „Clever in Sonne und Schatten für Grundschulen, Klassen 1 und 2“ stehen pädagogischen Fachkräften erprobte, wissenschaftlich fundierte Konzepte zur kindgerechten Vermittlung von UV-Schutz zur Verfügung. Entwickelt wurden sie am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) im Rahmen der bundesweiten Kampagne CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN der Deutschen Krebshilfe und weiterer Partner. Die Programme sind kostenfrei, werbefrei und nicht kommerziell.
Spielerisch lernen mit dem SonnenschutzClown
Gerade in Kindertagesstätten gilt: Lernen funktioniert am besten über Spiel, Bewegung und Emotionen. Hier setzt das Programm „Clever in Sonne und Schatten für Kitas“ an. Im Mittelpunkt steht eine sympathische Figur – der SonnenschutzClown Zitzewitz. Mit Humor, kleinen Geschichten und interaktiven Elementen vermittelt er den Kindern wichtige Regeln für den Aufenthalt im Freien.
Die Inhalte sind einfach und einprägsam:
- Schatten suchen – besonders zur Mittagszeit
- Hut tragen und Kleidung nutzen, die die Haut schützt
- Sonnencreme richtig anwenden
Der schusselige Clown macht in puncto Sonnenschutz vieles falsch – und die Kinder zeigen ihm, wie es richtig geht. Pädagogische Fachkräfte erhalten dazu Materialien und Anregungen, die sich unkompliziert in den Kita-Alltag integrieren lassen – vom Morgenkreis bis zum Spielen im Außengelände.
© Deutsche Krebshilfe
Vom Wissen zum Handeln – Sonnen-Checker in der Grundschule
Während in der Kita spielerisches Entdecken im Vordergrund steht, geht das Programm für Grundschulen einen Schritt weiter. Unter dem Motto „Sonnen-Checker“ werden Kinder zu echten Expertinnen und Experten für Sonnenschutz.
Das Konzept setzt auf aktives Mitmachen und eigenständiges Denken. Die Schülerinnen und Schüler lernen:
- wie UV-Strahlung wirkt
- warum Sonnenschutz wichtig ist
- wie sie ihr Verhalten im Alltag anpassen können
Dabei werden sie selbst zu „Checkerinnen und Checkern“, die ihr Umfeld kritisch betrachten: Gibt es genug Schatten auf dem Schulhof? Denken alle an eine Kopfbedeckung? Wird Sonnencreme genutzt?
Die Kinder führen kleine Experimente durch, beobachten Veränderungen und entwickeln gemeinsam Lösungen. Dieses entdeckende Lernen stärkt nicht nur das Gesundheitsbewusstsein, sondern auch soziale Kompetenzen und Verantwortungsgefühl.
Sonnenschutz gemeinsam verankern
Ein zentraler Baustein beider Programme ist die Einbindung der gesamten Einrichtung. Sowohl in der Kita bzw. Kindertagespflege als auch in der Grundschule, im Hort oder im Ganztag werden pädagogische Fachkräfte durch eine Weiterbildung unterstützt. Sie erhalten Unterstützung, um Sonnenschutz dauerhaft im Alltag zu verankern. Ergänzend stehen Materialien für Eltern zur Verfügung, die das Thema auch im häuslichen Umfeld aufgreifen. So entsteht ein gemeinsames Verständnis, und alle Beteiligten können dazu beitragen, sonnensichere Rahmenbedingungen für Kinder zu schaffen.
Dabei wird auch das pädagogische Personal mitgedacht: Viele Fachkräfte verbringen einen großen Teil ihres Arbeitsalltags im Freien – bei der Aufsicht, auf dem Spielplatz, im Sport oder bei Ausflügen – und sind dabei regelmäßig UV-Strahlung ausgesetzt. Die Programme sensibilisieren daher nicht nur für den Sonnenschutz der Kinder, sondern stärken auch das Bewusstsein für den eigenen Schutz im beruflichen Alltag.
Kinder werden zu Botschaftern – auch für ihre Eltern Kinder nehmen das Gelernte mit nach Hause. Als kleine „Sonnenschutzexpertinnen und -experten“ erinnern sie ihre Eltern ganz selbstverständlich an das Eincremen am Morgen oder daran, den Sonnenhut nicht zu vergessen.
Das geschieht ohne erhobenen Zeigefinger – spielerisch und mit einem gewissen Stolz auf das eigene Wissen. So wirken die Programme über die Einrichtung hinaus: Sie erreichen nicht nur die Kinder, sondern auch die Familien.
Sonnenschutz als Teil der Sicherheit im Alltag
Ein wirksamer Sonnenschutz entsteht nicht nur durch Wissen, sondern auch durch passende Rahmenbedingungen.
Einrichtungen können viel dazu beitragen, Kinder im Alltag zu unterstützen:
- Schattenplätze im Außenbereich schaffen
- Aufenthaltszeiten im Freien anpassen
- klare Regeln im Team abstimmen
- Eltern einbeziehen und informieren
Die Programme bieten hierfür praktische Hilfen und Materialien. Sie unterstützen Fachkräfte dabei, das Thema dauerhaft im Alltag zu verankern.
© Deutsche Krebshilfe
Früh lernen – langfristig profitieren
Die frühe Kindheit und die Grundschulzeit sind entscheidende Phasen für die Entwicklung von Gewohnheiten. Was Kinder hier lernen, begleitet sie oft ein Leben lang. Ein sicherer Umgang mit der Sonne gehört unbedingt dazu.
Mit den kostenfreien Materialien können bereits die Kleinsten altersgerecht und unterhaltsam für dieses wichtige Thema sensibilisiert werden. So entwickeln sie früh ein Verständnis für wirksamen Schutz vor zu viel UV-Strahlung. Ob in der Kita mit dem SonnenschutzClown oder in der Grundschule als Sonnen-Checker: Frühzeitige Prävention macht Spaß und schützt. Wer Kinder heute stärkt, schützt ihre Gesundheit von morgen.