Allgemeines

SiFaTa 2025

Fachtagung für Sicherheitsfachkräfte, Betriebsärztinnen und Betriebsärzte

SiFaTa 2025

In diesem Jahr führte uns die Betriebsbesichtigung zum Werk der Firma Woll-Maschinenbau in Saarbrücken-Gersweiler. Uns wurde die Tür zu einem technologisch hochinteressanten mittelständischen Unternehmen geöffnet. Die Teilnehmer waren sichtlich begeistert von den anspruchsvollen Fertigungsprozessen, die uns in zwei getrennten Führungen fachlich näher gebracht wurden. Wir konnten unmittelbar das Selbstverständnis der Firma spüren, die auf ihrer Internetseite Gemeinsamkeit, Neugier und Mut als die Triebfedern für ihren betrieblichen Erfolg benennt. Dass Produktion im Maschinenbau in so geordneten Bahnen ablaufen kann ohne Lärm, Luftbelastungen und hektisches Durcheinander, hinterließ einen bleibenden Eindruck. Und wie so oft gehen betrieblicher Erfolg und Arbeitsschutz Hand in Hand. So erfuhren wir auch viel Anregendes zu den Maßnahmen im Arbeitsschutz und der betrieblichen Gesundheitsförderung. Es war eine sehr beeindruckende Firmenbesichtigung, die uns der Gastgeber mit viel Engagement ermöglicht hatte. Vielen Dank.

Die Tagung wurde im Anschluss an die Betriebsbesichtigung im Victor’s Seehotel Weingärtner in Nohfelden-Bosen fortgeführt. Hier wird üblicherweise über Änderungen und Neuerungen im sicherheitstechnischen Regelwerk sowie über aktuelle Entwicklungen aus der Welt der gesetzlichen Unfallversicherung und der UKS selbst berichtet. In diesem Jahr präsentierte die Geschäftsführerin Frau Petra Müller, das neue Konzept zur Weiterentwicklung unserer Präventionsprämie. Ab kommendem Jahr wird erstmalig auch eine Prämie im Bereich der saarländischen Schulen ausgelobt. Der stellvertretende Geschäftsführer Herr Dirk Flesch informierte gemeinsam mit der Kollegin Frau Anna Koch über das Konzept unseres neuen Extranetportals meineUKS. Eine angeregte Diskussion hierzu zeigte das große Interesse an dieser Kommunikationsplattform. Zum Abschluss wurde durch Herrn Dr. Christof Salm ein Ausblick auf Änderungen im Vorschriftenwerk der UKS gegeben. Zum 1. April kommenden Jahres wird die aktualisierte Fassung der DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärztinnen und Betriebsärzte sowie Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ in Kraft treten. Zeitgleich wird die in die Jahre gekommene Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 80 „Verwendung von Flüssiggas“ außer Kraft gesetzt. Den Abschluss des ersten Tages bildete das Referat von Herrn Dirk Mathis, dem Geschäftsführer des Vereins Prävention und Gesundheit im Saarland (PuGiS). In einem sehr engagierten Vortrag wurden die vielfältigen Aktivitäten von PuGiS zur Gesundheitsförderung im Saarland bis hin zu Kooperationen mit der UKS vorgestellt.

In diesem Jahr verabschiedeten wir uns von der ehemaligen Sicherheitsfachkraft der Kreissparkasse St. Wendel Herrn Daniel Künzer, dem sich nun bei der Sparkasse Trier ein neues Wirkungsfeld auftut. Herr Künzer hatte es in kurzer Zeit geschafft, sich als feste, verlässliche Größe im Netzwerk der Sicherheitsfachkräfte zu etablieren. Sein fachlicher Rat und sein Engagement in der Sache wurden im Kreise der Sparkassen sehr geschätzt. In seinem Vortrag über sein heutiges Aufgabengebiet war für alle direkt spürbar geworden, dass er schon jetzt wieder für die neuen Herausforderungen brennt. Wir wünschen Herrn Künzer für seine weiteren beruflichen Werdegang alles Gute und werden den Kontakt weiterhin aufrechterhalten.

Am zweiten Tag erwartete uns mit Herrn Dr. Florian Schelle vom Institut für Arbeitsschutz der DGUV ein Experte auf dem Themengebiet Lärm. Über die Aspekte der Gehörgefährdung und die Wirkungen der extra auralen Lärmgefährdung bis hin zu den messtechnischen Aspekten bei der Gefährdungsermittlung hatte Herr Dr. Schelle viele aktuelle Informationen und anschauliche Demonstrationsbeispiele mitgebracht. Die vielen Rückfragen belegten das große Interesse, das sein Vortrag bei den Seminarteilnehmern ausgelöst hatte.

Den Abschluss bildete im Rahmen des Erfahrungsaustauschs ein Vortrag der Sicherheitsfachkraft der Universität des Saarlandes Herrn Jean-Paul Ulrich. Er berichtete von der softwaretechnischen Entwicklung eines digitalen Verbandbuches. Mit diesem Prozess ist es nun möglich, quasi in Echtzeit alle Unfälle mit leichteren Verletzungen direkt der Vorgesetztenebene und auch der sicherheitstechnischen Fachabteilung zugänglich zu machen. Dies erlaubt ein zeitnahes Reagieren auf geringfügigeres Unfallgeschehen, was in der Konsequenz potenziell schwerwiegendere Unfälle zu verhüten helfen kann. Die vorgestellte IT-Lösung zur internen Unfallmeldung stieß auf großes Interesse der Fachkollegen.

Zum Abschluss wurde über die Planung des Fachseminars 2026 informiert, bei dem die beiden Themenfelder aktualisierte DGUV Vorschrift 2 und neue IT-basierte Gefährdungsbeurteilung GEDOKU im Fokus stehen werden. Auch erste Überlegungen zu der SiFaTa 2026 wurden besprochen, auf die wir uns nach der positiven Resonanz aus dem Teilnehmerkreis wieder freuen dürfen.